Alternativen zu Google Ads

Suchmaschinenwerbung (SEA) Beitragsserie

DARUM
GEHT’S

Kategorie: Know-how Story 
Datum: Oktober 2021

In unserer Beitragsserie erklären wir Ihnen das Konzept und die gängigsten Begriffe rund ums Thema Suchmaschinenwerbung – auch SEA genannt (Search Engine Advertising). Im ersten Teil unserer Serie haben wir uns mit der Welt der Suchmaschinen auseinandergesetzt. Der zweite Teil befasste sich intensiver mit dem Thema Suchmaschinenwerbung mit Anbietern wie Google Ads. Doch Google ist nicht alles – wie Ihnen unser dritter Teil näher bringen möchte. 

INHALT

Das Google, ein Oligopolist?

Fakt ist: Google gehört laut deutscher Rechtschreibung zur Wortart des Neutrums und folglich heisst es das Google. Fakt ist auch, das hinter Google der multimillionenschwere Technologiekonzern ABC steckt, welcher eine unbeschreibliche Grösse in der digitalen Welt eingenommen hat.

Haben Sie schon einmal versucht, Google zu vermeiden? Es gestaltet sich als durchaus schwierig, weil man häufig trotzdem wieder bei Tochtergesellschaften wie Youtube, Android oder dem Chrome Browser landet. Verstehen Sie uns nicht falsch. Wir nutzen Google. Wir sind zertifizierter Google Ads Partner. Wir erleben Google Tag für Tag in unserem geschäftlichen Alltag. Ausserdem ist die Google Suchmaschine mit einem Marktanteil von rund 94% (Stand 2020) Schweizer Marktführer. Seine grosse Popularität für Werbetreibende ist daher unbestritten. Doch wir sehen auch die Schattenseiten und kennen Alternativen für Google Ads.

yunikon-stories-google-ads-alternativen-2

Quelle: Statista (2020)

Das sollten Sie zu Google Ads wissen

Ihre Kampagnen konkurrieren mit anderen Werbetreibenden

Als weltweit führende Suchmaschine reissen sich Firmen um die besten Positionierungen auf der ersten Suchergebnisseite von Google. Dafür wird je nach Branche tief in die Tasche gegriffen. Alleine die Reiseplattform Booking.com investiert jährlich mehr als eine Milliarde in Google Suchanzeigen. Im Bereich von E-Commerce schiessen die Ausgaben (und gleichzeitig die Anzahl an Werbetreibenden) noch mehr durch die Decke.

Durch die grosse Konkurrenz fallen, je nach Standort und Keywords, Klickkosten (CPC) weit über einem Franken an. Verständlicherweise können solche Kosten Anbieter:innen mit geringem Werbebudget verunsichern.

Unser Tipp: Grenzen Sie die geografische Auslieferung Ihrer Werbeanzeigen über die Geo-targeting Funktion ein. Auch eignet sich die Formulierung von spezifischen Keywords (in der Fachsprache auch “longtail keywords” genannt) sowie die Nutzung von Keyword-Optionen, um die Auslieferung gezielt zu steuern. 

Google behält die Kontrolle – ob gewollt oder nicht

Ja, Google Ads ist ein Marktplatz wo theoretisch (Werbe-) Angebot und Nachfrage aufeinandertreffen. Doch die Idee der freien Marktwirtschaft ist auch im Suchmaschinenmarkt nur ein Idealtypus. Denn ehe man sich versieht, hat Google bereits seine Finger im Spiel. So empfiehlt die Google Ads Plattform laufend automatische Gebotsanpassungen, verbirgt vermehrt konkrete Suchanfragen der Nutzer:innen oder ändert mal schnurstracks die Anzeigerichtlinien. Das erschwert nicht nur deutlich die Kampagnenanalyse, sondern verzögert auch die Reaktionszeit auf Trendentwicklungen der eigenen Zielgruppe. Ob schlussendlich das menschliche Werbegenie oder der Google-Algorithmus eine bessere Arbeit leistet, sei dahin gestellt. Doch klar ist: Wer sich bei Google Ads nicht à jour hält, wird letztlich nicht das Optimalste aus der Suchmaschinenwerbung herausholen können.

Unser Tipp: Arbeiten Sie mit professionellen Dienstleistern zusammen. Jene haben das nötige Know-how, um im dynamischen SEA-Umfeld mithalten zu können. Sie kennen nicht nur die Anforderungen von Google sondern achten auf Leistungsmerkmale und beobachten Ihre Kampagnen zielgerichtet und leistungsorientiert. 

Google ist Lexika, Werbekanal und die digitale Visitenkarte ihres Unternehmens

In einer sich so schnellverändernden Welt, ist es durchaus beachtlich, dass sich die Google Suchmaschine seit 1997 an der Spitze hält. Das Verb „googeln“ ist längst im Volksmund angekommen. Jedoch steht Google auch wegen Datenschutz, Marktdominanz und Urheberrechtsverletzung in Kritik. Insbesondere Suchmaschinennutzende sind heutzutage selektiver und haben ein schärferes Bewusstsein für die Qualität von Suchergebnissen. In einer Studie aus dem Jahr 2018 gaben 77% der befragten Personen an, bezahlte Anzeigen von organischen Ergebnissen unterscheiden zu können. Gleichzeitig erwähnten 75%, dass bezahlte Suchanzeigen das Auffinden der gesuchten Informationen auf einer Website oder in einer Suchmaschine erleichtern. Merken Sie sich: Google Ad’s Anzeigen sind immer als solche gekennzeichnet. Mangelhafte oder schlecht verfasste Werbeanzeigen können Ihr Unternehmen schnell in ein ungewünschtes Licht rücken.

Unser Tipp: Gestalten Sie ansprechende und relevante Anzeigen und nutzen Sie die kostenlosen Anzeigeerweiterungen. Optimieren Sie ebenfalls Ihre Webseite für Suchmaschinen. Diese Praxis nennt sich SEO. Damit sorgen Sie auch organisch für ein möglichst hohes Ranking auf Suchergebnisseiten.

 

Alternativen zu Google Ads

Die gute Nachricht: Es gibt eine Welt ausserhalb von Google. Es existieren mittlerweile wenige aber nennenswerte Alternativlösungen. Nachfolgend stellen wir Ihnen drei davon vor.

Microsoft Advertising

Microsoft Advertising (ehemals Bing Ads) ist im westlichen Raum wohl die stärkste Konkurrenz zu Google Ads. Die Benutzeroberfläche von Microsoft Advertising ist fast identisch wie bei Google Ads, was einen Umstieg oder eine kombinierte Nutzung sehr einfach macht. Mittels einer Importfunktion lassen sich bereits erstellte Kampagnen von Google Ads auch direkt in den Microsoft Advertising Account übertragen.

Auf Microsoft Advertising tummeln sich vergleichsweise weniger Werbetreibende, was sich auch in tiefere Gebotskosten auswirkt. Ausserdem verfolgt Microsoft Advertising einen holistischen Ansatz, welcher durch ein umfangreiches Suchnetzwerk sichergestellt wird. So werden Anzeigen nicht nur auf der Bing Suchmaschine ausgeliefert, sondern auch auf Yahoo und weiteren Drittanbietern, welche zum sogenannten Konsortialpartnernetzwerk gehören. Dieses Netzwerk erhöht die Reichweite und ermöglicht zudem die gezielte Ansprache von spezifischen Zielgruppen. 

Kennen Sie zum Beispiel schon folgende Suchmaschinen? 

yunikon-stories-google-ads-alternativen

Unser Tipp: Denken Sie auch an die 6% der Nutzer:innen, welche nicht durch Googles Suchmaschine angesprochen werden. Möglicherweise findet sich darin genau die Zielgruppe, welche Sie mit Microsoft Advertising erreichen können. Übrigens geniesst Microsoft Advertising im B2B Segment einen guten Ruf, da schliesslich nicht selten die Bing Suchmaschine als Standard auf Firmencomputern installiert ist. Ausserdem wird Bing Nutzer:innen nachgesagt, dass sie tendenziell kaufbereiter sind und eine höhere Kaufkraft aufweisen.

 

Baidu

„Baidu-en“ ist Ihnen ein Fremdbegriff? Nun, in China ist es das Equivalent zu googlen. Baidu ist nämlich Chinas grösste Suchmaschine und nahezu konkurrenzlos, seit Google sich aus dem chinesischen Markt zurückgezogen hat. Das Portal ist Suchmaschine, Web-Dienst-Kosmos und Social Media Plattform in Einem und erfährt im Land grosse Beliebtheit. Nicht verwunderlich, dass Baidu weiter auf Vormarsch ist und mittlerweile auch in Thailand, Japan, Brasilien und Ägypten vertreten ist. Kritikpunkt: Baidu unterliegt dem Vorwurf, dass das Unternehmen stark mit der chinesischen Führung zusammenarbeitet und Inhalte bewusst zensiert werden. 

Yandex

Die Suchmaschine Yandex ist die führende Suchmaschine in Russland. Yandex setzt stark auf Personalisierung seiner Nutzer:innen, um gezielte Resultate zu liefern. Auch wenn der weltweite Marktanteil sich aktuell noch in Grenzen hält, so zielt auch diese Suchmaschine den Vorstoss in europäische und asiatische Märkte an.

Zusammengefasst

Ohne Zweifel bleibt Google Ads vorläufig die wichtigste Plattform in der Suchmaschinenwerbung. Doch Werbetreibende sollten sich bewusst sein über die Schattenseiten der Plattform und demzufolge die Alternativen kennen. Besonders Microsoft Ads kann für Unternehmen mit einer spezifischen Zielgruppe oder einem geringerem Budget eine interessante Werbeplattform sein. Ob und wie die einzelnen SEA-Werbeportale die gewünschte Wirkung erzielen, ist schlussendlich abhängig von den definierten SEA-Werbezielen. Soll beispielsweise die Bekanntheit Ihrer Marke oder Ihrer Produkte gesteigert werden? Steht der Direktverkauf von Produkten und Dienstleistungen im Vordergrund? Wollen Sie die breite Masse ansprechen oder eine ganz spezifische Zielgruppe?

Zusätzlich zu diesen strategischen Überlegungen spielen monetäre und zeitliche Faktoren eine Rolle, inwiefern Suchmaschinenwerbung eingesetzt werden kann.

Wir bei yunikon unterstützen Sie gerne in der Beurteilung der für Ihr Unternehmen optimalen Werbeplattform.

yunikon-jenny-portrait

Autorin

Jennifer Renggli – Online Account Managerin

Jennifer ist durch und durch eine Praktikerin: Bei yunikon betreut sie Kund:innen in den Bereichen Online Marketing und Webdesign. Das Reisefieber hat sie auf ihrem ersten Solo-Trip nach Indonesien ergriffen. Seither liegt ihre Passion in der Erkundung der Welt. In ihrer Freizeit findet man sie ausserdem oft am Aufschreiben ihrer Reise Mémoires in charmanten Kaffeebars.

ÄHNLICHE
STORIES